Wir pflegen die Kunst, durch die Zeit zu reisen

Reisen Sie mit!

Bayern 1918-1923
Vorträge, Führungen, Bus-Exkursion

Veranstaltungereihe mit Klaus Reichold


Dramatische Verluste an der Front, die sich mit dem Hunger zu Hause zu einer menschlichen Tragödie ungeahnten Ausmaßes addierten. Gewalttägige Streiks, Demonstrationen und Straßenschlachten, die das Ende einer jahrhundertealten Ordnung einläuteten. Ein König, der nur mit einer Zigarrenschachtel unter dem Arm eine Flucht voller Pannen antrat. Ein Attentat auf den ersten Ministerpräsidenten, dem eine Schießerei im Landtag folgte. Der jähe Umbruch, den Bayern 1918/1919 erlebte, brachte die Demokratie und rief Adolf Hitler auf den Plan.

Alle Termine der Reihe finden Sie im Terminkalender ... Die genauen Themen folgen in Bälde.


Eine Veranstaltung steht bereits fest: 

Das kann eine gefährliche Fahrt werden!
Bus-Exkursion: Unterwegs auf der Fluchtroute der königlichen Familie
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In den Abendstunden des 7. November 1918 wütete der revolutionäre Mob unter den Fenstern der Münchner Residenz. Die königliche Familie fühlte sich an die erst wenige Wochen zurückliegende Ermordung des Zaren erinnert und beschloss, sich noch in der Nacht per Automobil in Sicherheit zu bringen. Die filmreife Flucht über holprige Landstraßen war an Pannen kaum zu überbieten und führte über Wildenwart und Hintersee nach Anif bei Salzburg. Dort entband Ludwig III. die Beamten, Offiziere und Soldaten in der Nacht zum 13. November 1918 von ihrem Eid.

 

Bus-Exkursion mit Vogels Reisen in Begleitung von Klaus Reichold und Thomas Endl  (Histonauten), Christiane Böhm (Herausgeberin des Buches „Eben noch unter Kronleuchtern …“), Sibylle Küttner (Leiterin des Museums Starnberger See) und Claudia Knörle (Museumspädagogin am Museum der bayerischen Könige in Hohenschwangau)

Wir beginnen um 8.00 Uhr am Max-Joseph-Platz vor der Münchner Residenz mit einer kurzen Orientierungsrunde zu Fuß, um uns ein Bild davon zu machen, wie die königlichen Familienmitglieder von ihren Appartements zu den Fluchtautos im einstigen Garagenhof des Marstalls kamen. Am Marstallplatz erwartet uns dann auch der Bus, mit dem wir der Fluchtroute weitgehend streckengenau folgen. Dabei begleiten uns größtenteils unveröffentlichte Photos und Augenzeugenberichte, die uns den Fortgang und Ablauf der Flucht vor 100 Jahren minutiös schildern. 

Auf der Fahrt passieren wir unter anderem die vermutliche Unfallstelle, an der der Wagen des Königspaares in einem Kartoffelacker landete. In Wildenwart (Mittagessen) und in Hintersee (Kaffee und Kuchen) sind wir in historischen Wirtshäusern zu Gast, die einen unmittelbaren Bezug zur Flucht der Königsfamilie haben und die Erinnerung an jene dramatischen Tage wachhalten. Außerdem werfen wir in Wildenwart, Hintersee und Anif einen Blick auf die Zufluchtsstätten der königlichen Familie, deren Innenbesichtigung leider nicht möglich ist, weil sie privat genutzt werden. Dafür stoßen wir im österreichischen Anif auf „100 Jahre Freistaat Bayern“ an.

Geplante Route: München/Marstallplatz, Trudering, Haar, Grafing, Westerndorf St. Peter, Rosenheim, Wildenwart (Mittagessen), Hintersee (Kaffee & Kuchen), Anif bei Salzburg, München/Marstallplatz

Wann: Sa, 27.10.2018, 8 – 22 Uhr
Treffpunkt, 8 Uhr: Denkmal Max I. Josephs, Max-Joseph-Platz 1, 80539 München
Rückkehr, ca. 22 Uhr: Marstalplatz, München
Preis: 78 €/Person (ohne Verpflegung)

Die Fahrt ist nahezu ausgebucht. Sollten sich mehr Interessenten melden, als Plätze vorhanden sind, versuchen wir, einen weiteren Termin zu organisieren.

Bei Interessse melden Sie sich bitte unter thomas.endl@histonauten.de oder per Telefon 089 / 620 01 630.