Wir pflegen die Kunst, durch die Zeit zu reisen

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Das Luftschiff, mit dem die Histonauten  die Weltgeschichte erkunden, hat Henri Giffard konstruiert.  Dem dampfmaschinenbegeisterten Franzosen gelang 1852  der allererste motorisierte bemannte Flug.  Von Paris über Versailles nach Elancourt legte das Gefährt  rund 28 Kilometer zurück.  Mit seiner aerodynamischen Form und der drei PS starken  Dampfmaschine, die die Luftschraube antrieb, kam der  schnittige Gasballon mit acht Kilometern pro Stunde voran.  Das dreieckige Segel nutzte Giffard zum Steuern.  Zum Landen warf er den Anker. Eine optimierte Variante  des Luftschiffes ging bei der Probefahrt in Flammen auf.  Giffard und sein Begleiter entkamen der Katastrophe  jedoch unverletzt. Erst fünfzig Jahre nach Giffards Pionierflug  gelang es Ferdinand Graf Zeppelin,  ein wirklich verkehrstüchtiges Luftschiff zu bauen.   (© Bild: Sammlung Jean Louis Schlim)


Fernseh-Dokumentationen


Walter Ulbricht – sein geheimes Doppelleben
ZDF-History, Sonntag, 4. März 2018, dann in der ZDF-Mediathek:

Dokumentation von Sonja von Behrens

Verstärkung der Mauer am Brandenburger Tor im November 1961 (National Archive)

Er belog die Welt über die Mauer wie über sein Privatleben. Die französische Geliebte des SED-Chefs, ihr gemeinsames Kind blieben so geheim wie die Leiden seiner Adoptivtochter Beate.

Erstmals offenbart der französische Enkel Ulbrichts im Interview, was seine Großmutter Rosa Michel über ihre Liebe zum deutschen Kommunistenführer schrieb. Wie sie die schönste Zeit ihres Lebens mit ihm verbrachte und über die bittere Trennung fast zerbrach.

Zum ersten Mal bieten Auszüge aus ihren Memoiren einen neuen Blick auf die geheim gehaltene Familiengeschichte des mächtigsten Mannes der DDR.

Von den zwei Seiten des Walter Ulbricht berichtet auch seine Adoptivtochter Beate Matteoli, die vor ihrer rätselhaften Ermordung im Dezember 1991 einer Journalistin ein bewegendes Tonband-Interview gab. Ulbricht sei ihr ein echter Vater gewesen, der sich - trotz mancher Härten - um sie gekümmert habe, anders als ihre Adoptivmutter Lotte Ulbricht, die sie als kalt und herrschsüchtig empfand. Erst nach Ulbrichts Tod, so Beate Matteoli, habe sie ihren Halt verloren und mit der Trinkerei angefangen.

Die Dokumentation der Autorin Sonja von Behrens zeigt die Karriere und das Privatleben Walter Ulbricht aus neuer Sicht. Der DDR-Diktator war nicht nur ein gnadenloser Apparatschik und Machtmensch, er war auch Geliebter, Ehemann und Vater. Und er war durchaus lernfähig, was die Entwicklung in der DDR betraf. Nicht sein starres Festhalten am alten System führte zu seinem Sturz durch Erich Honecker, sondern Ulbrichts Wunsch nach Reformen. 


Als Mitarbeiter des Bayerischen Fernsehens haben Klaus Reichold und Thomas Endl zahlreiche Fernseh-Dokumentationen gedreht, die den Zuschauern bayerische, deutsche und europäische Kulturgeschichte nahebringen.